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Experten-Interview KfW-Bakengruppe

Interview: Finanzierung baulicher Maßnahmen für Alt- und Neubauten

Interview mit Manuela Mohr, Vertriebsreferentin der KfW

Egal, ob Sie ein schlüsselfertiges Effizienzhaus errichten oder ob Sie energetische Renovierungsmaßnahmen einleiten möchten – bauliche Maßnahmen sind immer auch eine Kostenfrage. In diesem Zusammenhang stoßen Bauherren immer wieder auf die KfW, doch wer bzw. was steckt eigentlich dahinter? Wir haben uns mit Manuela Mohr von der KfW in Verbindung gesetzt, um die wichtigsten Fragen für Sie zu klären!

Wer oder was ist die KfW eigentlich?

„Die KfW gehört weltweit zu den führenden und erfahrensten Förderbanken. Unser Wissen und unsere Kraft setzen wir für die nachhaltige Verbesserung wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Lebensbedingungen ein.

Die KfW wurde 1948 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet und gehört heute zu 80 % der Bundesrepublik Deutschland sowie zu 20 % den Bundesländern. Mit einer Bilanzsumme von über 465 Mrd. EUR (2013) ist die KfW die drittgrößte Bank Deutschlands. Mit Vertretungen sind wir in mehr als 70 Ländern global vertreten. Insgesamt tragen über 5.000 Mitarbeiter dazu bei, dass wir unsere Aufgabe – den Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft mitzugestalten – erfüllen. Als Förderbank des Bundes und der Länder tragen wir auch die besondere Verantwortung, den Umwelt- und Klimaschutz zu fördern. Rund ein Drittel des Fördervolumens fließt in diesen Bereich. Die Schwerpunkte der Arbeit sind:

✔ Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen
✔ Förderung von Existenzgründern
✔ Programme für die Wohnwirtschaft
✔ Umweltschutz
✔ Bildungsförderung für private Kunden
✔ Finanzierungsprogramme für Kommunen und regionale Förderbanken
✔ und nicht zuletzt die Förderung von Entwicklungs- und Transformationsländern.“

Und welche baulichen Maßnahmen werden von der KfW konkret unterstützt?

„Egal, ob beim Neubau oder bei der Renovierung von Bestandsimmobilien – die KfW unterstützt eine Vielzahl an baulichen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Dazu gehören z. B.

✔ Holzpellet- bzw. Biomasseheizungen
✔ Wärmepumpen
✔ Solaranlagen für Trinkwassererwärmung
✔ Außenwand- und Dachdämmung
✔ neue Fenster mit Dreifachverglasung und Spezialrahmen
✔ sowie moderne Lüftungsanlagen.

Wenn die Immobilie dadurch den Standard eines KfW-Effizienzhauses oder eines vergleichbaren Passivhauses erreicht, erhält der Bauherr von der KfW eine attraktive Förderung. Diese besteht beim Neubau aus dem Förderkredit ‚Energieeffizient Bauen‘ zu besonders günstigen Konditionen sowie – bei Erreichen des KfW-Effizienzhaus-Standards 40 und 55 – sogar aus einem zusätzlichen Tilgungszuschuss. Je energieeffizienter die Immobilie dabei ist, desto höher ist der Tilgungszuschuss der KfW.

Und das Beste: Von einer energieeffizienten Immobilie kann der Bauherr auch langfristig profitieren, denn er spart Jahr für Jahr Energiekosten. Die Formel hinter der KfW-Förderung ist einfach: je geringer der Energiebedarf der neuen Immobilie, desto höher ist der Tilgungszuschuss, den der Bauherr erhält. Kurz: … desto weniger muss er letztendlich von seinem KfW-Kredit zurückzahlen!“

Wie gehe ich denn korrekt vor, wenn ich meinen Hausbau von der KfW fördern lassen möchte?

„Wenn Sie sich für die Finanzierungsmöglichkeiten der KfW interessieren, hilft zunächst ein Überblick über unser Angebot auf den Internetseiten der KfW. Der nächste Schritt ist dann der direkte Kontakt zum Berater Ihres Finanzierungspartners. Finanzierungspartner können Geschäftsbanken, Sparkassen, Genossenschafts- und Direktbanken, Bausparkassen oder auch Versicherungen sein. Derzeit ist es bereits möglich, mit einigen Finanzierungspartnern bequem über die KfW-Website einen Beratungstermin zu vereinbaren – Weitere werden zukünftig folgen. Ihr Kundenberater vor Ort kennt sich bestens mit allen Fördermöglichkeiten der KfW aus und steht für allerlei Fragen hierzu zur Verfügung. Nach einer positiven Bewertung der Kreditwürdigkeit leitet der Berater den Antrag an uns weiter. Wenn auch wir alle Bedingungen als erfüllt betrachten, geben wir dem Kundenberater die Förderzusage und Sie erhalten die günstigen zu Ihnen passenden KfW-Fördermittel. Weitere Details zu Aus- und Rückzahlungsbedingungen des Kredits können Sie direkt mit Ihrem Kundenberater besprechen.“

Häufige Frage unter Bau-Interessenten: Die vermögenswirksamen Leistungen wurden bereits anderweitig verwendet, Sparverträge vorzeitig aufgelöst. Bauen ohne Eigenkapital – Wunschtraum oder Möglichkeit?

„Der Bau oder Erwerb von Wohnimmobilien ist stets ein individuelles Projekt, dessen erfolgreiche Realisierung von zahlreichen Faktoren abhängt. Dementsprechend sind die Finanzierungs-anforderungen bei jedem Vorhaben anders. Die Frage, ob eine Finanzierung ohne Eigenkapital möglich ist, lässt sich daher nicht pauschal beantworten, sondern kommt auf den Einzelfall an.“


Über Manuela Mohr

Manuela Mohr ist im Bereich Vertrieb der KfW für Programminformationen sowie die Koordination des Kontakts mit den Finanzierungspartnern und Endkunden im Rahmen des Durchleitungsgeschäfts zuständig.

Wir bedanken uns recht herzlich bei ihr für dieses informative und interessante Interview!

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